Cerro Paranal, Cerro Tololo, Las Campanas, La Silla, Chajnantor sowie ESO, ALMA, NTT, VLT sind nur einige der Begriffe, die jedem Astronomen auf unserem Planeten geläufig sind. Mehr als ein Dutzend großer Observatorien haben Chile wegen seiner besonderen geografischen Lage und seiner optimalen klimatischen Bedingungen als Standort auserwählt. Und das nicht ohne Grund. Der südliche Sternenhimmel beherbergt eine Vielzahl der interessantesten astronomischen Objekte, die man auch mit freiem Auge beobachten kann.
Tipp und Infos für Astronomen
Wer über das "normale" touristische Maß hinaus an Astronomie in Chile interessiert ist, sollte auf alle Fälle auch dem VLT am Cerro Paranal südlich von Antofagasta einen Besuch abstatten. Besucherführungen finden dort jeweils an den beiden letzten Wochenenden im Monat außer im Dezember statt. Die Führungen selbst sind gratis und dauern von 14 bis 16.30 Uhr. An sich ist dazu eine Voranmeldung notwendig. Wer jedoch als Einzelperson bzw. mit einem oder zwei Begleiter (also nicht mit einer großen Gruppe) vor 14 Uhr sich beim Wärterhäuschen vor der Auffahrt zum Observatorium einfindet und obendrein auch noch gleich das ausgefüllte Besucherformular vorweisen kann, wird mit ziemlicher Sicherheit auch kurzfristig an dieser Führung teilnehmen können.
Das Formular zum Ausfüllen für den Besuch des Observatoriums am Cerro Paranal gibt es übrigens auch gleich hier..
Infos direkt von der ESO-Homepage für den Besuch des Observatoriums La Silla gibt es hier...
"Wo ist das Kreuz des Südens?"
Wer eine Reise auf die Südhalbkugel unserer Erde unternimmt, sollte auch einmal in einer sternenklaren Nacht seinen Blick gegen den Himmel richten. Viele Objekte, die man von der nördlichen Hemisphäre nicht beobachten kann, sind hier sichtbar. Jeder hat schon einmal vom Kreuz des Südens gehört oder gelesen. Wo aber ist es? Für einen astronomischen Laien ist das gar nicht so leicht auszumachen, sind doch auch die meisten anderen Sternbilder, die man von hier aus sieht, den Bewohnern der Nordhalbkugel unbekannt. Die folgenden beiden Fotos zeigen einen Ausschnitt des südlichen Sternenhimmels. Sobald man mit dem Cursor der Maus in eines der Fotos fährt, werden die Verbindungslinien sichtbar und es erscheinen die Namen der Sternbilder am Bildschirm. Das kann je nach Art Ihres Internetzuganges ein paar Sekunden dauern.
Verbindungslinien markieren die Sternbilder, wenn sich der Cursor über dem Foto befindet!
Weitere auffällige Objekte: Etwas rechts oberhalb des Schildes ist eine helle Region zu erkennen; die Sternenwolke M24 Im linken Bild ist eine V-förmige Dunkelwolke oberhalb des Schützen (Zentrum der Milchstrasse) zu sehen; der sog. Pfeifennebel Links unterhalb des südlichen Kreuzes ist eine dunkle Region, der Kohlensack, eine Dunkelwolke
Foto © Johannes Puschnig, Austria, Website Zentrum der Milchstraße